Gemeinschaftsprojekt LUV zur Weiterentwicklung von U-Räumen in Deutschland – sUAS Information


Digitale Infrastruktur für effizientes Drohnen-Verkehrsmanagement in Deutschland steht kurz vor dem Begin.

Hamburg, 2. Juni 2022 – Denkbar ist, dass bereits im Januar 2023 die ersten U-Areas in Deutschland entstehen. Damit wird eine digitale Infrastruktur zur effizienten Organisation des Drohnenverkehrs – insbesondere im urbanen Raum – geschaffen. Damit dies möglichst schnell in Deutschland umgesetzt wird, hat ein Projektkonsortium aus Vertretern von Behörden, Forschungsinstituten und Industrie seine Experience im Verbundprojekt LUV gebündelt: „Lösungen und Handlungsempfehlungen zur nationalen Umsetzung des U -Raumordnung“. LUV wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr (BMDV) mit rund 870.000 Euro für eine Laufzeit von 15 Monaten gefördert.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitalisierung und Verkehr: „Drohnen sind schnelle und intelligente Helfer, sei es beim Medikamententransport, in der Logistik, bei Rettungseinsätzen oder bei der Inspektion von Gleisen, Brücken und Stromleitungen. Um den sicheren Einsatz von Drohnen in Deutschland noch einfacher zu machen, wollen wir ab dem kommenden Jahr die Einrichtung von U-House-Bereichen ermöglichen. Die Voraussetzungen dafür erarbeiten wir derzeit mit einer Expertengruppe. Das ebenfalls von uns unterstützte U-space Reallabor in Hamburg hat bereits wichtige Fragen beantwortet. Das neue Forschungsprojekt LUV knüpft hier nahtlos an und wird uns weitere konkrete Erkenntnisse und Empfehlungen liefern. Diese werden wir nutzen, um für Sicherheit im deutschen Luftraum zu sorgen und mehr Innovation und Fortschritt in der unbemannten Luftfahrt zu ermöglichen.“

Die LUV-Projektpartner: Konsortialführer des Projekts ist die Helmut-Schmidt-Universität (HSU), die Universität der Bundeswehr mit Sitz in Hamburg. Beteiligt sind auch weitere Hochschulen, nämlich die Technische Universität Hamburg (TUHH) und die HafenCity Universität (HCU) Hamburg. Projektpartner aus der Wirtschaft sind die Droniq GmbH, die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und die Hamburger HHLA Sky GmbH. Companion ist auch die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI).

Hintergrund und Ziel des LUV-Projekts: Im April 2021 verabschiedete die Europäische Kommission die sogenannte U-House-Verordnung, die Rechtsgrundlage für die Ausweisung von U-House-Lufträumen in der Europäischen Union (EU). Die Verordnung wird für die Ausweisung von U-Räumen ab dem 26. Januar 2023 für alle Mitgliedstaaten verbindlich. Sie lässt den Mitgliedstaaten jedoch Gestaltungsspielraum. Das LUV-Projekt soll Erkenntnisse liefern, die das Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr (BMDV) dabei unterstützen, diese Probability bei der Umsetzung der Verordnung bestmöglich zu nutzen. Das Projekt soll noch offene Fragen aus dem in Hamburg durchgeführten U-space Reallabor bzw. Sandbox beantworten, das auch vom BMDV unterstützt wurde.

Die im Projektkonsortium zu entwickelnden Empfehlungen beziehen sich u. a. auf gesetzliche Anforderungen (wie z. B. die Luftverkehrsordnung oder gesetzliche Anforderungen für Fluggenehmigungen), auf technische Lösungen (z. B. zur Echtzeit-Übermittlung von Identifikation und Bewegung Daten zwischen Luftfahrzeugen) und organisatorischen Anforderungen (wie der sofortigen und ggf. automatisierten Prüfung und Erteilung behördlicher Fluggenehmigungen). Die wissenschaftliche Grundlage hierfür bilden simulierte Verkehrsszenarien und Wirtschaftlichkeitsanalysen, die auf Foundation eines im Projekt entwickelten U-House-Betriebskonzepts und zugehöriger Vorgehensmodelle zur betrieblichen und technischen Umsetzung von U-House durchgeführt werden. Weltraum Lufträume.

Ein weiteres Ziel des LUV-Projekts ist es, Verfahren für lokale Behörden und Ämter zu entwickeln, um sich an der Ausweisung von U-Räumen zu beteiligen. Die entsprechenden Beratungsformate werden in einem U-space Planungsworkshop entwickelt.

Prof. Dr. Alexander Fay, Helmut-Schmidt-Universität (HSU): „Im Projekt LUV können wir auf die erfolgreiche interdisziplinäre Forschung im ebenfalls vom BMDV geförderten Verbundprojekt UDVeo aufbauen, das rechtliche und technische Lösungen zur Steuerung des Drohnenverkehrs kombinierte .“

Weitere Inhalte zum LUV-Projekt finden Sie hier: www.luv-projekt.de

Über das Projektkonsortium:

Helmut-Schmidt-Universität (Konsortialführer): Mit exzellenter Forschung und Lehre ist die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) Wissenschaftspartner der Bundesregierung. An dem LUV-Projekt sind zwei HSU-Lehrstühle beteiligt:
Der Lehrstuhl für Automatisierungstechnik ist im Projekt verantwortlich für die Entwicklung von Prozessmodellen als Grundlage für die technische und betriebliche Umsetzung von U-Raum-Lufträumen. Neben diesen Ingenieurleistungen ist der Lehrstuhl für Automatisierungstechnik für das organisatorische Projektmanagement einschließlich der Koordination des Konsortiums und der Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
Am Lehrstuhl für Recht der öffentlichen Verwaltung, insbesondere öffentliches Wirtschafts- und Umweltrecht, wird zu Fragen der Infrastrukturregulierung mit Fokus auf den unbemannten Luftverkehr geforscht. Der Lehrstuhl wird die Anforderungen und Handlungsspielräume zukünftiger nationaler Gesetzgebungen aus rechtlicher Sicht ermitteln.
https://www.hsu-hh.de/

Behörde für Wirtschaft und Innovation Hamburg (Projektpartner): Die Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg (BWI) ist zuständig für Verwaltungsaufgaben rund um die bemannte und unbemannte Luftfahrt, wie die Erteilung von Fluggenehmigungen und die Luftaufsicht Aufsichtsbehörde für den Hamburger Luftraum. Auch rechtspolitisch spielt die BHI eine zentrale Rolle im Bereich der Luftfahrt. Neben der Qualifizierung als deutsche UAM (City Air Mobility) Modellregion und der Mitgliedschaft in der europäischen UAM Initiative Cities Group (UIC2) beteiligt sich die BWI regelmäßig an der Weiterentwicklung der Regelungen für die Luftfahrt auf nationaler und europäischer Ebene. Durch die Betreuung aller UAS-Projekte in der Stadt und die Mitwirkung in Rechtsangelegenheiten wie UDVeo (umfasst effizient organisierten urbanen Drohnenverkehr) und LUV-Projekte verfügt das BWI über umfassende Experience in aktuellen und zukünftigen Anwendungsgebieten und praktischen Herausforderungen.
www.hamburg.de/bwi/abteilung-luftverkehr/ (nur Deutsch)

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Die DFS ist die für die Flugsicherung zuständige deutsche Flugsicherung. Sie betreibt vier Kontrollzentren für den unteren und oberen Luftraum sowie 15 Kontrolltürme an den ausgewiesenen internationalen Flughäfen in Deutschland. Die DFS unterhält auf ihrem Campus in Langen ein Kontrollzentrum und ihre Zentrale sowie die Air Navigation Providers Academy, das unternehmenseigene Forschungszentrum und das Systemhaus samt Rechenzentrum. Viele der Systeme entwickelt die DFS gemeinsam mit ihrem Systemhaus für den eigenen Betrieb und beteiligt sich mit ihrem Forschungsbereich aktiv an deutschen, europäischen und internationalen Forschungsprojekten. Zur DFS-Gruppe gehören auch die DFS Aviation Providers GmbH sowie Beteiligungen an der DRONIQ GmbH, der FCS Flight Calibration Providers GmbH und weiteren Dienstleistern im Bereich Luftfahrt und Flugsicherung. Über die DFS Aviation Providers GmbH beteiligt sich die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH worldwide an Beratungs- und Ausstattungsprojekten für Flughäfen und Flugsicherungsunternehmen. www.dfs.de

Droniq GmbH (Projektpartner): Die Droniq GmbH mit Sitz in Frankfurt am Most important ist ein Joint Enterprise der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) und der Deutschen Telekom AG. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung, der Vertrieb und die Vermarktung von Dienstleistungen für Drohnen und andere Luftfahrzeuge in Europa. Die DFS hält über ihre Tochtergesellschaft DFS Worldwide Enterprise Providers GmbH einen Anteil von 51 Prozent, die Deutsche Telekom hält über die Telekom Innovation Pool GmbH einen Anteil von 49 Prozent. www.droniq.de

HafenCity Universität Hamburg (Projektpartner): Die HafenCity Universität Hamburg (HCU), eine Hochschule für Architektur und Stadtentwicklung mit dem Schwerpunkt gebaute Umwelt. Der Lehrstuhl für Digital Metropolis Science an der HCU erforscht digitale Technologien für die Stadt- und Metropolentwicklung und wendet sie an einem nationalen und internationalen Kontext. Das interdisziplinäre Group entwickelt datenbasierte Ansätze zur Analyse und Planung komplexer urbaner Systeme und bündelt Expertisen aus Architektur, Stadt- und Raumplanung, Informatik und Medientechnik. Mit einem umfangreichen Partnernetzwerk wegweisend werden Werkzeuge entwickelt, die sowohl in der Grundlagenforschung als auch in konkreten Anwendungsprojekten zum Einsatz kommen und den Studierenden vermittelt werden.
https://www.hcu-hamburg.de/research/digital-city-science/ (nur Deutsch)

HHLA Sky GmbH (Projektpartner): HHLA Sky mit Sitz in Hamburg, Deutschland, ist eine Tochtergesellschaft der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Das Begin-up hat ein integriertes Kontrollzentrum entwickelt, das gleichzeitig und sicher über 100 Drohnen oder autonome cell Roboter (AMR) im Parallelbetrieb außerhalb der Sichtlinie steuern kann – zentral verwaltet von einem einzigen Kontrollzentrum an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt. Für diese Lösung wurde HHLA-Sky mit dem German Innovation Award 2021 ausgezeichnet. www.hhla-sky.de

Technische Universität Hamburg (Projektpartner): Das Institut für Lufttransportsysteme (ILT) an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) steht für Forschung und Lehre im Luftverkehr. Die Forschung konzentriert sich vor allem auf die drei Forschungsbereiche Gesamtkonzepte, Betriebsverfahren und Geschäftsmodelle im Luftverkehrssystem hinsichtlich ihres Beitrags zu einem sicheren, passagierfreundlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Luftverkehr. Das ILT bringt in das Projekt seine ausgeprägte Experience im Gesamtsystem Luftfahrt und insbesondere im Bereich der Simulation komplexer Prozesse ein. Es ist auch an der Analyse und Gestaltung möglicher Geschäftsmodelle und wirtschaftlicher Machbarkeitsstudien von U-House-Lufträumen beteiligt. www.tuhh.de

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