Das SUCOM-Drohnenkommunikationssystem ist in Malawi in Betrieb – sUAS Information


Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) und der Drohnenhersteller Wingcopter haben das SUCOM-Drohnenkommunikationssystem zum ersten Mal erfolgreich auf dem afrikanischen Kontinent eingesetzt, insbesondere in Malawi. Das mobilfunkbasierte System ermöglicht die sichere Steuerung von Drohnen auch außerhalb der Sichtweite der steuernden Particular person.

Wingcopter plant, das lokale Lieferdrohnenprogramm bis zum geplanten Abschluss der SUCOM-Checks in Malawi Ende des Jahres zu einem dauerhaften Betrieb mit zusätzlichen lokalen Piloten auszubauen. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr (BMVI) fördert das Projekt SUCOM mit 1,15 Millionen Euro.

Ländliche Gebiete in Malawi haben eine schlechte Infrastruktur. Zwischen Dörfern und größeren Städten gibt es oft keine Straßen. Vor allem in der Regenzeit sind bestehende Straßen aufgrund von großen Schlammmengen oder Überschwemmungen unpassierbar. Vor diesem Hintergrund ist eine medizinische Versorgung im ländlichen Raum kaum möglich. Lieferdrohnen können diese logistische Herausforderung lösen und abgelegene Dörfer mit der medizinischen Versorgung verbinden. Im Rahmen des Projekts „Drone & Information Support“ transportiert Wingcopter – in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und UNICEF – Medikamente mit Frachtdrohnen von städtischen Krankenhäusern zu Gesundheitsstationen in ländlichen Gebieten Malawis. Außerdem werden seit quick einem Jahr Laborproben von den Stationen an die Krankenhäuser geliefert. Das SUCOM-System trägt dazu bei, diese Bereiche zuverlässiger zu versorgen und die Diagnose- und Behandlungsoptionen für Patienten erheblich zu verbessern.

Drohnen starten von einem ausgewiesenen Wingcopter-Hub, der sich immer in der Nähe eines großen Krankenhauses befindet. Eine beladene Drohne wird von Piloten ferngesteuert gestartet und während der Flugzeit überwacht. Die Drohne arbeitet autonom, eine Anpassung der Flugbahn ist jedoch möglich. Mit dem SUCOM-System können Piloten Manöver ausführen, obwohl sie weit vom eigentlichen Standort der Drohne entfernt sind. In Malawi wurden bereits Testflüge erfolgreich absolviert. In einem Szenario wurde beispielsweise die Wingcopter-Drohne von Berlin aus ferngesteuert. Die Verzögerung zwischen Pilot und Drohnenkommunikation betrug weniger als 0,2 Sekunden über eine Distanz von mehr als 7.000 km. Neben Positions- und Statusinformationen der Drohne wurde ein Dwell-Video übertragen.

Bei Zustellflügen wird die Drohne von einem sogenannten Management Unit Operator (CUO) gesteuert und überwacht. Die CUOs arbeiten eng mit einem visuellen Beobachter am Zielort zusammen. Dieser entlädt die Fracht der Drohne nach der Landung und gibt sie zum Begin frei, bevor der Rückflug stattfindet.

Die Abteilung »Drahtlose Kommunikation und Netze« des Fraunhofer HHI hat für SUCOM ein Kommunikationssystem auf Foundation moderner 4G- und 5G-Technologie entwickelt. Der Fokus liegt auf dem Einsatz von Mehrantennensystemen und der Optimierung der übertragenen Datenströme. „In Malawi können wir cell Kommunikationssysteme für Drohnen auf Langstreckenflügen über ländlichen Regionen testen. Gleichzeitig schaffen wir einen echten Mehrwert, indem wir helfen, die medizinische Versorgung in Malawi zu verbessern“, erklärt Tom Piechotta, Projektleiter am Fraunhofer HHI.

„Die Bevölkerung reagiert begeistert auf das Projekt“, berichtet Carsten Ramke, Ingenieur bei Wingcopter, der die Checks vor Ort begleitet hat. „Positives Suggestions kommt auch von den örtlichen Gesundheitseinrichtungen. Auftragsvolumen und Anfragen nehmen kontinuierlich zu. Eine gute Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung ist uns sehr wichtig. Wir besuchen neue Standorte persönlich und organisieren Informationsveranstaltungen, bei denen wir die Drohne demonstrieren und den medizinischen Lieferservice erklären.“

Durch viele Flugstunden auf verschiedenen Strecken gewinnen die Forscher wertvolle Daten über die Zuverlässigkeit des SUCOM-Techniques. Basierend auf diesen Daten haben sie bereits konkrete Verbesserungen am System vorgenommen. Darüber hinaus legt das SUCOM-Group durch die Anwendung der gewonnenen Datensätze und die Aufrechterhaltung der bewährten Zuverlässigkeit den Grundstein für zukünftige Drohnenanwendungen in Europa.

Im SUCOM-Projekt arbeitet Wingcopter mit dem Gesundheitsministerium von Malawi, der Zivilluftfahrtbehörde, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), den Krankenhäusern der Distrikte Kasungu, Ntchisi und Salima sowie mit mehr als 20 örtlichen Gesundheitskliniken in den ländlichen Gebieten Malawis zusammen.

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